Mit den URL-Tools wandelst du Sonderzeichen in linktaugliche %-Schreibweise um, machst unlesbare Zeichenfolgen wie %C3%BC wieder lesbar und zerlegst Adressen in ihre Teile. Das hilft Web-Entwicklern beim Bauen von Parametern ebenso wie Laien, die verstehen wollen, wohin ein Link wirklich führt. Die Zeichenkarte zeigt für jedes Zeichen die Bytes und die %-Kodierung. Alle Berechnungen laufen in deinem Browser, es wird nichts an einen Server gesendet.
%20 ist die Prozent-Kodierung eines Leerzeichens. Das Prozentzeichen steht vor dem Byte-Wert in zwei Hexziffern, 20 ist hexadezimal das Leerzeichen. Andere Zeichen folgen demselben Muster, etwa %26 für &.
Wähle „Komponente“ beim Kodieren. Dann werden auch Trennzeichen wie & ? = / # umgewandelt, sodass der Wert als reiner Text im Parameter steht. Aus „Tom & Jerry“ wird Tom%20%26%20Jerry.
„Komponente“ ist für einen einzelnen Wert gedacht und kodiert fast alles Reservierte mit. „Ganze URL“ lässt Trennzeichen wie : / ? # & = stehen, damit die Adresse ihre Struktur behält. Die technischen Entsprechungen sind encodeURIComponent und encodeURI.
Prozent-Kodierung arbeitet mit Bytes. In UTF-8 besteht ä aus zwei Bytes, C3 und A4. In Latin-1 wäre es nur das eine Byte E4, also %E4.
Wird ein bereits kodierter Text nochmals kodiert, wird das % selbst zu %25, aus %20 wird %2520. Steht nach dem Dekodieren noch ein %-Code im Ergebnis, hilft ein weiterer Dekodierdurchgang.
Standardmäßig ja, weil + im Formular-Format ein Leerzeichen bedeutet. In Pfaden ist + dagegen ein normales Pluszeichen. Die Option „+ ist Leerzeichen“ lässt sich abschalten.
Zerlege die Adresse und lies den Host. Alles vor einem @ ist nur Benutzerinfo, nicht die Website. Bei Umlauten oder fremden Schriftzeichen im Host zeigt das Tool zusätzlich die Punycode-Form.
Nein, die Verarbeitung findet vollständig im Browser statt. Trotzdem können URLs Tokens oder Passwörter enthalten, daher solltest du sie nicht unbedacht weitergeben.
Eine URL darf nur eine begrenzte Menge an Zeichen direkt enthalten. Einige davon haben eine feste Aufgabe: Das Fragezeichen beginnt die Query, das &-Zeichen trennt Parameter, die Raute leitet das Fragment ein, der Schrägstrich gliedert den Pfad. Soll ein solches Zeichen, ein Leerzeichen oder ein Umlaut als gewöhnlicher Text vorkommen, wird es prozent-kodiert: Zuerst wird das Zeichen in Bytes übersetzt, dann steht jedes Byte als Prozentzeichen mit zwei Hexziffern. Das Leerzeichen wird zu %20, das &-Zeichen zu %26.
Heute wird dafür meist UTF-8 verwendet. Ein ä besteht dort aus den zwei Bytes C3 und A4 und wird zu %C3%A4, ein Emoji belegt vier Bytes. Ältere Systeme nutzen teils Latin-1, wo ä nur ein Byte (E4) ist. Passt der Zeichensatz nicht, entstehen beim Dekodieren Fehler oder Ersatzzeichen.
Unreserviert, also nie kodiert, sind Buchstaben, Ziffern sowie - . _ ~ . JavaScript lässt bei der Komponenten-Kodierung zusätzlich ! * ' ( ) stehen. Die strenge Lesart von RFC 3986 kodiert auch diese, was bei Signaturverfahren wie OAuth oder AWS oft nötig ist.
Man unterscheidet drei Verfahren. Die Komponenten-Kodierung ist für einzelne Werte wie Parameter oder Pfadsegmente gedacht und kodiert auch / ? & = #. Die Kodierung einer ganzen URL erhält die Trennzeichen, damit die Adresse funktionsfähig bleibt. Das Formular-Format (application/x-www-form-urlencoded) schreibt Leerzeichen als + und kommt in vielen Query-Strings vor. Beim Dekodieren gilt entsprechend: + wird nur im Formular-Kontext zum Leerzeichen, %20 ist immer eindeutig.
Eine URL besteht aus Protokoll, optional Benutzer und Passwort, Host, optional Port, Pfad, Query und Fragment. Das Fragment wird vom Browser nicht an den Server geschickt. Query-Parameter sind eine Konvention aus name=wert-Paaren, getrennt durch &, und können mehrfach denselben Namen tragen. Der Teil vor einem @ ist Benutzerinfo, nicht der Host; diese Schreibweise wird bei Phishing missbraucht. Hosts mit Unicode-Zeichen werden als Punycode übertragen, und ähnlich aussehende Zeichen anderer Alphabete eignen sich für Fälschungen.
Typische Fehler sind doppelt kodierte Texte, bei denen %25 vor Hexziffern steht, oder ungültige %-Sequenzen ohne zwei Hexziffern. Das Tool meldet die Stelle des Fehlers und bietet je nach Fall an, den Zeichensatz zu wechseln oder Fehler zu tolerieren.
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