HTTP-Statuscodes

Über dieses Tool

Das Tool erklärt HTTP-Statuscodes: Du gibst eine Nummer wie 404 oder ein Stichwort wie „nicht gefunden“ ein und erfährst, was der Code bedeutet, woher er typischerweise kommt und was du dagegen tun kannst. Es richtet sich an Besucher, die eine Fehlermeldung im Browser gesehen haben, und an Webentwickler, die den passenden Code suchen. Für Entwickler gibt es zusätzlich Beispiel-Antworten, Code-Schnipsel und Angaben zum Cache-Verhalten. Alles läuft im Browser, es wird nichts gesendet und nichts gespeichert.

Wofür du es nutzen kannst

Häufige Fragen

Was ist ein HTTP-Statuscode?

Jede HTTP-Antwort beginnt mit einer Statuszeile, die einen dreistelligen Code enthält, zum Beispiel „HTTP/1.1 404 Not Found“. Programme reagieren auf den Code, der Erklärtext ist nur für Menschen und darf fehlen. HTTP/2 und HTTP/3 übertragen nur den Code.

Was bedeuten die fünf Klassen 1xx bis 5xx?

Die erste Ziffer zeigt, was passiert ist: 1xx Information, 2xx Erfolg, 3xx Umleitung, 4xx Fehler beim Client, 5xx Fehler beim Server. Bei 4xx ist die Anfrage das Problem, bei 5xx der Server.

Was kann ich als Nutzer bei einem 404- oder 503-Fehler tun?

Gib den Code in das Tool ein, dort stehen Ursache und Hinweise für Nutzer. Oft hilft es, die Adresse zu prüfen oder es später erneut zu versuchen. Bei 5xx-Fehlern liegt das Problem meist beim Betreiber der Seite.

Was ist der Unterschied zwischen 301 und 308?

Beide sind dauerhafte Weiterleitungen. Bei 301 darf aus einem POST ein GET werden, bei 308 muss die Methode erhalten bleiben. Für normale Webseiten reicht meist 301, für APIs ist 308 passender.

Wann nehme ich 302, 303 oder 307?

Für vorübergehende Weiterleitungen: 307, wenn die Methode bleiben soll, sonst 302. Nach einem Formular-POST zur Ergebnisseite passt 303.

Gibt es inoffizielle Statuscodes?

Ja. Codes wie nginx 499 oder Cloudflare 52x stehen nicht im IANA-Register, sondern werden von einer Software für den eigenen Bedarf verwendet. Das Tool markiert sie als „Inoffiziell“ und nennt den Hersteller.

Welche Antworten darf ein Cache ohne weitere Angaben speichern?

Laut RFC 9110 (15.1) sind das Antworten mit 200, 203, 204, 206, 300, 301, 308, 404, 405, 410, 414 und 501. Andere endgültige Antworten brauchen Cache-Control oder Expires.

Wie finde ich heraus, woher ein Fehlercode kommt?

Sieh dir den echten Code mit curl -i oder in den Entwicklertools des Browsers an. Prüfe dann, ob Browser, CDN/Proxy oder die Anwendung ihn erzeugt hat, und lies das Log an dieser Stelle.

Wird bei der Nutzung etwas gesendet oder gespeichert?

Nein. Das Tool läuft vollständig im Browser, Eingaben werden weder übertragen noch gespeichert.

Hintergrund

HTTP-Statuscodes sind dreistellige Zahlen, mit denen ein Server auf eine Anfrage antwortet. Sie stehen in der Statuszeile am Anfang jeder Antwort, in HTTP/1.1 zusammen mit einem Erklärtext wie „Not Found“. Maßgeblich ist allein der Code: Browser, Suchmaschinen und andere Programme richten ihr Verhalten danach aus. HTTP/2 und HTTP/3 übertragen den Text gar nicht mehr, HTTP/2 führt den Code im Pseudo-Header :status.

Die erste Ziffer legt die Klasse fest. 1xx sind Zwischenmeldungen, 2xx melden Erfolg, 3xx verweisen auf eine andere Stelle, 4xx bedeuten, dass die Anfrage fehlerhaft oder nicht erlaubt ist, 5xx, dass der Server sie nicht erfüllen konnte. Ein Client muss die Klasse jedes Codes verstehen. Kennt er einen Code nicht, behandelt er ihn wie x00 derselben Klasse (RFC 9110, Abschnitt 15).

Die offiziellen Codes verwaltet die IANA im Register „HTTP Status Codes“. Dazu zählen auch Erweiterungen wie die WebDAV-Codes 207 oder 423. Daneben gibt es inoffizielle Codes, die eine Software für sich festlegt, etwa nginx 499 oder die 52x-Reihe von Cloudflare. Sie gelten nur dort. Einzelne Registereinträge sind zudem reserviert (306, 418), veraltet (305, 510) oder nur vorläufig eingetragen (104).

Bei Weiterleitungen kommt es auf zwei Fragen an: Ist sie dauerhaft, und darf aus POST ein GET werden? 301 und 308 sind dauerhaft, 302, 303 und 307 vorübergehend. 307 und 308 erhalten die Methode, 303 führt bewusst zu einem GET.

Auch das Zwischenspeichern hängt vom Code ab. Ohne ausdrückliche Angaben darf ein Cache nach RFC 9110 nur Antworten mit bestimmten Codes speichern, darunter 200, 301, 404 und 410. Alle anderen endgültigen Antworten brauchen Cache-Control oder Expires. Ein 304 antwortet auf eine bedingte Anfrage und bestätigt die gespeicherte Version.

Bei der Fehlersuche hilft eine feste Reihenfolge: zuerst den tatsächlichen Code prüfen, dann klären, ob Browser, CDN oder Proxy oder die Anwendung ihn erzeugt hat, und zuletzt das passende Log lesen. Die Erklärungen des Tools beruhen auf den RFCs und Server-Dokumentationen und können im Einzelfall von einer konkreten Umgebung abweichen.

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