chmod-Rechner

      Über dieses Tool

      Der chmod-Rechner rechnet Unix- und Linux-Dateirechte zwischen einer klickbaren Matrix, der Oktalzahl (z. B. 755) und der rwx-Schreibweise aus ls -l um. Du kannst Rechte anklicken oder die Zahl bzw. die Buchstaben direkt eintippen. Das Tool erklärt in Klartext, was die Rechte für eine Datei oder ein Verzeichnis bedeuten, warnt vor riskanten Einstellungen und liefert den fertigen chmod-Befehl zum Kopieren. Zusätzlich beherrscht es chmod-Ausdrücke wie u+x,g-w und die umask. Alle Berechnungen laufen im Browser.

      Wofür du es nutzen kannst

      Häufige Fragen

      Was bedeutet chmod 755?

      Der Eigentümer darf lesen, schreiben und ausführen (7), Gruppe und Andere dürfen lesen und ausführen (5). Das ist üblich für Programme, Skripte und Verzeichnisse. Bei Verzeichnissen heißt x: betreten und auf Inhalte zugreifen.

      Wie rechne ich Rechte in eine Oktalzahl um?

      Lesen zählt 4, Schreiben 2, Ausführen 1. Die Summe je Klasse ergibt eine Ziffer: rwx = 7, r-x = 5, rw- = 6, r-- = 4. Aus rwxr-xr-- wird also 754.

      Welche Rechte brauchen Dateien und Ordner auf einem Webserver?

      Üblich sind 644 für Dateien und 755 für Verzeichnisse. Wenn ein Verzeichnis beschreibbar sein muss, ist meist die Zuordnung zum Webserver-Benutzer besser als 777. Das Tool zeigt für 777 eine Warnung.

      Welche Rechte gehören auf einen SSH-Schlüssel?

      Private Schlüssel gehören auf 600, das Verzeichnis ~/.ssh auf 700. Dann kann nur der Eigentümer zugreifen.

      Warum ist chmod 777 keine gute Idee?

      Damit darf jeder Benutzer auf dem System die Datei lesen, ändern und ausführen. Meist liegt das eigentliche Problem bei falschem Eigentümer oder falscher Gruppe, die sich mit chown oder chgrp beheben lassen.

      Was sind setuid, setgid und sticky?

      setuid und setgid lassen ein Programm mit den Rechten von Eigentümer bzw. Gruppe laufen. Bei Verzeichnissen vererbt setgid die Gruppe. Sticky an einem Verzeichnis erlaubt das Löschen nur dem Eigentümer des Eintrags, wie bei /tmp (1777).

      Wie mache ich nur Verzeichnisse oder nur Dateien rekursiv ausführbar?

      chmod -R 755 setzt x auch an Dateien. Besser sind getrennte find-Befehle mit -type d und -type f oder das große X, z. B. chmod -R u=rwX,go=rX ordner. Das Tool erzeugt diese Varianten.

      Was macht die umask?

      Sie sperrt beim Anlegen Bits: Dateien starten mit 666, Verzeichnisse mit 777, davon wird die umask abgezogen. Bei 022 ergibt das 644 und 755, bei 077 ergibt es 600 und 700.

      Werden meine Dateinamen irgendwohin gesendet?

      Nein. Alles wird im Browser berechnet, es gibt keine Übertragung. Namen und Werte stehen nur im Link, wenn du ihn über die Teilen-Funktion selbst kopierst.

      Hintergrund

      Unter Unix und Linux besitzt jede Datei einen Modus aus zwölf Bit. Neun davon sind die Zugriffsrechte: je drei Bit (lesen, schreiben, ausführen) für den Eigentümer (u), die Gruppe (g) und alle Anderen (o). Hinzu kommen drei Sonderbits: setuid, setgid und sticky. Der Befehl chmod ändert diesen Modus, während chown festlegt, wer Eigentümer ist und welche Gruppe gilt.

      In der Oktalschreibweise hat jedes Recht ein Gewicht: Lesen 4, Schreiben 2, Ausführen 1. Die Summe je Klasse ist eine Ziffer von 0 bis 7, sodass 754 für rwxr-xr-- steht. Eine vierte Ziffer davor trägt die Sonderbits (4 setuid, 2 setgid, 1 sticky). In der Ausgabe von ls -l erscheint setuid bzw. setgid als s statt x, bei fehlendem x als großes S; sticky erscheint als t bzw. T.

      Linux wählt bei der Prüfung genau eine Klasse. Ist der Benutzer der Eigentümer, zählen nur die Eigentümerrechte, selbst wenn die Gruppe mehr darf. Andernfalls gelten die Gruppenrechte, falls er Mitglied ist, sonst die Rechte für Andere. root umgeht diese Prüfung.

      Bei Verzeichnissen haben die Bits eine andere Bedeutung: r erlaubt das Auflisten, x das Betreten und den Zugriff auf Einträge, w das Anlegen, Löschen und Umbenennen (setzt x voraus). Ein Verzeichnis ohne x ist praktisch gesperrt. Setuid wirkt unter Linux nur bei Binärprogrammen, nicht bei Skripten, und an Verzeichnissen nicht; sticky an Dateien hat keine Wirkung.

      Neben der Oktalform kennt chmod symbolische Ausdrücke: Wer (u, g, o, a), Operator (+, − oder =) und Rechte (r, w, x, X, s, t) oder ein Verweis auf eine andere Klasse wie g=u. Mehrere Klauseln werden mit Komma getrennt. Ohne Angabe von „wer“ gilt a, wobei die umask begrenzt, was gesetzt wird. Eine Besonderheit: chmod mit höchstens vier Oktalziffern lässt setuid und setgid eines Verzeichnisses unangetastet; sie lassen sich mit g-s oder fünf Ziffern (00755) löschen.

      Die umask bestimmt die Rechte neuer Objekte. Dateien starten mit 666, Verzeichnisse mit 777, davon werden die umask-Bits entfernt. Die gängige umask 022 führt zu 644 und 755. Gängige Muster sind 644 für Dateien, 755 für Programme und Ordner, 600 für private Dateien wie SSH-Schlüssel und 700 für private Verzeichnisse. 777 gilt als Sicherheitsrisiko.

      ⚠️ Bitte beachten

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